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Somatic Experiencing® *

36 Tage
Kurssprache Englisch mit Übersetzung
März 2011 – November 2013


Diese Weiterbildung ist zugänglich für Ärzte und Zahnärzte, Psychologen, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Heilpraktiker, Masseure, Ergotherapeuten und Logopäden mit abgeschlossener Ausbildung und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung.

Somatic Experiencing® ist eine direkt am Körper ansetzende Methode der Behandlung von Angst und posttraumatischen Reaktionen. Posttraumatischer Stress stellt die unangemessene Verlängerung einer Reaktion dar, die ursprünglich einmal eine sinnvolle Antwort auf eine bedrohliche Situation gewesen ist. In diesem Sinne werden in Somatic Experiencing® posttraumatische Symptome nicht als Pathologie angesehen, sondern primär als eine ursprünglich angemessene Antwort, die im Lauf der Zeit zu einer fixierten Form erstarrt ist.

Somatic Experiencing® unterscheidet sich grundlegend von therapeutischen Vorgehensweisen, die Katharsis als eine Möglichkeit der Entladung von emotional besetztem traumatischem Material nutzen. Diese abreaktiven Verfahren mögen zwar vorübergehende Entlastung vermitteln, sie gehen jedoch nicht direkt mit den zugrunde liegenden psychophysiologischen Stressmustern um und können unter Umständen das Trauma in tiefere psychosomatische Schichten verdrängen und dadurch weitere Dissoziation und Fragmentierung bewirken.

Anstatt nun zu versuchen, Symptome zu eliminieren, zu unterdrücken, zu bewältigen oder zu verarbeiten, nutzt Somatic Experiencing® diese Symptome als wichtige Ressourcen in der Auflösung des Traumas für den Versuch, jene sinnvollen Antworten, die der Person im Zustand der Überwältigung nicht zur Verfügung standen, zu identifizieren und verfügbar zu machen.

Durch die Strategie des Neuverhandelns (statt durch Neuinszenierung und Wiedererleben einer traumatischen Episode) bietet Somatic Experiencing® ein einzigartiges, direktes und wirkungsvolles Werkzeug in der Transformation von Trauma und der Verbesserung der Integration.

Beim Neuverhandeln (renegotiating, von to negotiate: verhandeln, aushandeln) einer traumatischen Episode erfahren die Klienten Hilfe bei der Entwicklung jener Ressourcen, die zur Zeit des Traumas mangelhaft entwickelt waren oder ganz fehlten. Dadurch werden jetzt die biologischen Potentiale zur Abwehr, die einst überwältigt worden waren, erneut auf den Plan gerufen. Durch das Aufspüren und die Wiederbelebung dieser inneren Abwehrpotentiale wird aus dem traumatischen Erleben der Lähmung ein Gefühl von Zuversicht und Kompetenz freigesetzt. Auf diese Weise wird es Menschen, die ein Trauma überlebt haben, möglich, sich von posttraumatischen Fixierungen zu befreien, sich fortzuentwickeln und ihre gegenwärtigen Reserven an Kraft und Flexibilität zu erleben.

Durch angemessene Nutzung der körpereigenen Ressourcen zur Wiederherstellung des Gleichgewichts können wir durch unterschiedliche Schichten von Schmerz, Konflikt und Entwicklungsstillstand vordringen zu jenen verschütteten natürlichen Selbstheilungskräften, die die tief verankerten Nachwirkungen von Trauma zu heilen vermögen.

Die Weiterbildung ist in drei Stufen aufgebaut:
Im ersten Jahr, der Grundstufe, lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Symptome von Trauma im Körper ihrer Patienten zu identifizieren, diese Traumasymptome als natürliche, biologische Phänomene zu werten und mit einfachen Techniken ihren Klienten zu helfen, die in diesen Symptomen eingefangenen Kräfte zu nutzen, um den Heilungsprozess zu erleichtern.

Im zweiten Jahr, der mittleren Stufe, lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwölf unterschiedliche Typen von Trauma zu identifizieren, durch spezifische Interventionen zu lösen sowie mit multipler Traumatisierung zu arbeiten.

Im dritten Jahr – für Fortgeschrittene – lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mit den sekundären Syndromen wie Migräne, Magengeschwür, spastisches Kolon, Asthma, und so weiter zu arbeiten, indem sie über die Krankheit, die Symptome und die Körperempfindungen zur traumatischen Situation vorstoßen. Sie lernen im direkten Kontakt mit den Händen zu arbeiten und im Sinne eines Case-Management andere Ressourcen, wie zum Beispiel die Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten (Psychiatern, Internisten, Sozialeinrichtungen, et cetera) zu nutzen.

Die drei Stufen bauen aufeinander auf, können jedoch getrennt gebucht werden. Die Anmeldung ist verbindlich für jeweils ein Jahr. Zum Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat.

Bitte beachten Sie: Der Besuch eines Einführungskurses in die Traumatherapie Somatic Experiencing® ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Weiterbildung (siehe unter Wissen – Seminare).

Termine
1. Jahr
25.03. – 31.03.2011
06.11. – 12.11.2011
2. Jahr
24.03. – 30.03.2012
12.10. – 18.10.2012
3. Jahr
05.05. – 11.05.2013
04.11. – 10.11.2013

Laurence Heller
Ph.D., ist ein somatisch orientierter Psychologe mit über 30 Jahren Erfahrung als Kliniker und Lehrer, 1972 Gründer des Gestaltinstituts Denver, Vorstandsmitglied und Seniorlehrer der Foundation of Human Enrichment. Auf dem Hintergrund seiner psychodynamischen Ausbildung spezialisierte er sich auf die Verbindung von Bindungs- und Entwicklungsproblemen mit Schocktrauma. Co-Autor des Buches Crash Course, Synthesis, das auf Englisch, Deutsch und Dänisch erschienen ist.

Raja Selvam
Ph.D., Ph.D. Sein Hintergrund umfasst die körpertherapeutischen Systeme der Postural Integration und der Biodynamic Cranio Sacral Therapy, die körperorientierten Psychotherapiesysteme Somatic Experiencing® und Biodynamische Analyse, Jungsche und Archetypische Psychologie, sowie die intersubjektiven und Objektbeziehungsschulen der Psychoanalyse. Raja Selvam ist senior trainer in Somatic Experiencing® der Foundation of Human Enrichment und Mitglied der Fakultät des Santa Barbara Graduate Institute.

 

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    Laurence Heller, Raja Selvam
Somatic Experiencing® *
   

Termin

März 2011 – November 2013

Ort

ZIST, Penzberg

   

Kursgebühr

4740 EUR
zuzügl. Vollpension
Bitte beachten:
Die Kursgebühr ist in Raten zahlbar.
Hinzu kommen Kosten für Selbsterfahrung in Einzelstunden sowie Supervision.

Nähere Informationen erhalten Sie in ZIST.

* Anerkennung von Fortbildungspunkten wird beantragt.

 

Kursnummer

80/11

Beachten Sie unsere AGB

     
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