Lebensintegrationsprozess

Termin:
Fr., 15.3.2019, 18.30 h bis Mo., 18.3.2019, 14.00 h
( frei )
Kursgebühr:
385 €
für beobachtende Teilnehmer: 325 €
(zuzüglich Vollpension)
Kursnummer:
190332
Leitung:
Teilen:

Dieser Workshop war urspünglich mit Dr. Wilfried Nelles geplant. Da Dr. Wilfried Nelles verhindert ist, wird sein Sohn Malte Nelles den Workshop leiten.

Der Lebensintegrationsprozess (LIP) ist eine neue Form der therapeutischen Arbeit mit Aufstellungen. Neu sind dabei zwei Dinge: Erstens geht es, anders als bei Familien- oder Systemaufstellungen, nicht um Beziehungen zu anderen Menschen oder den Platz und die Rolle in einem System, sondern einzig und allein um den einzelnen Menschen und dessen innere Haltung zu sich selbst. Zweitens werden den Stellvertretern in einer LIP-Aufstellung feste Plätze zugewiesen. Diese Plätze ergeben sich aus meiner Theorie der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins und den darin beschriebenen (sieben) Lebens- und Bewusstseinsstufen.

Der LIP beruht auf der Einsicht, dass unser Leben mit allem, was sich darin ereignet hat, völlig alternativlos ist, und dass in diesem Sinne alles richtig ist, wie es ist und wie es war. Er folgt der Erkenntnis, dass die Vergangenheit – außer in unseren Köpfen – nicht existiert. Die Vergangenheit ist das, was vergangen ist, und wenn es vergangen ist, existiert es nicht mehr. Alles, was existiert, ist jetzt. Wir schauen zwar auf frühere Lebensstufen (die Zeit im Mutterleib, die Kindheit und die Jugend), aber nur in der Weise, dass wir das, was sich zeigt, er-innern, es ohne jede Veränderung zu uns nehmen. Die Ursache für unsere Probleme wird nicht in den Ereignissen selbst gesehen, sondern einzig und allein darin, wie wir jetzt dazu stehen.

Das Ungeborene, das Kind und der/die Jugendliche und ihre Geschichte werden gelassen, wie sie waren – ohne Bedauern, ohne Vorwurf, ohne Reue, ohne Scham. In diesem Gelassen-Werden werden sie gelassen, sie entspannen sich vollkommen. Damit entspannt sich auch die Spannung im erwachsenen Klienten und er kommt in Einklang mit sich, wie er heute ist und mit allem, was dorthin geführt hat. Zugleich kommt er in Kontakt mit dem, was in ihm als (geistiger) Same angelegt ist: seinem ganz eigenen, ursprünglichen Potential, und der Weg wird frei, dass sich dieses Potential voll entfalten kann.

Maximale Teilnehmerzahl mit eigenem LIP:
18 plus beobachtende Teilnehmer
 
Literatur
Malte Nelles: Finden, erfinden oder gefunden werden. Zum Wahrheitsverständnis des Familienstellens, in:
K. Nazarkiewicz, K. Kuschik (Hrsg): Handbuch Qualität in der Aufstellungsleitung, Vandenhoeck und Ruprecht
Interview mit Wilfried Nelles und Malte Nelles: Das Eintreten in das eigene geistige Sein
Aufsatz von Malte Nelles: Der Beziehungsintegrationsprozess
Wilfried Nelles und Thomas Geßner: Die Sehnsucht des Lebens nach sich selbst, Innenwelt Verlag, Köln
 
 

Malte Nelles

Malte Nelles

Dipl.-Pol., Lehrtherapeut für Systemaufstellungen (DGfS), Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie mit Aus- und Weiterbildungen in Systemaufstellungen, tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie und Paartherapie. Er arbeitet in eigener Praxis in Berlin und Marmagen, leitet Aufstellungskurse im In- und Ausland und ist Co-Leiter des Nelles-Institut, das er gemeinsam mit seinem Vater Wilfried Nelles führt.

Internet: www.nellesinstitut.de