Die Fortbildung verbindet aktuelle neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit körpertherapeutischen Interventionen, die in bestehende Therapieverfahren integriert werden können. Im Mittelpunkt steht eine vertiefte Kontakt- und Beziehungsarbeit. Traumatische Erlebnisse, überwältigende Emotionen oder frühe Bindungserfahrungen können sich, beispielsweise in Form von Spannung, Erschöpfung, diffuser Angst, innerer Leere oder psychosomatischen Symptomen, äußern. Unverarbeitete Emotionen kapseln sich ab. Sie beeinflussen das autonome Nervensystem, die Emotionsregulation und die Fähigkeit, sich selbst kohärent zu erleben.
Durch achtsame Aufmerksamkeit, neugieriges Spüren, Gesten und intuitive Bewegungen können diese impliziten Muster behutsam zugänglich gemacht werden. Was zuvor fragmentiert war, kann sich neu ordnen. Wenn das Nervensystem reguliert wird, wandelt sich Übererregung in Stabilität, Erschöpfung zu Kraft und es entsteht ein Gefühl von Frieden und Verbundenheit. Im regulierten Zustand entwickeln sich neue Ganzheiten aus Körperempfindung, Emotion, inneren Bildern und Sprache. Das Selbst wird lebendiger, klarer und beziehungsfähiger. Schwer verbalisierbare innere Zustände können stimmiger ausgedrückt werden.
Zentrale Workshopthemen
Aktuelle Forschung zu Emotionsregulation und neuronaler Netzwerk-Theorie
Körperbasierte Interventionen
Verbale und nonverbale Prozesse kohärent verbinden
Körperwahrnehmung als diagnostisches und regulatorisches Instrument
Die psychische Landschaft von Klienten (m/w/d) sicher navigieren
Aktuelle Literatur Sensory Pathways to Healing from Trauma Ruth A. Lanius, et al., Guilford Press 2025
*Anerkennung von Fortbildungspunkten wird beantragt.
Dr. med., Arzt mit Zusatzbezeichnung Psychotherapie in eigener Praxis in Mainz. Aus- und Weiterbildungen in Verhaltenstherapie, Bioenergetik und Gestalttherapie, Medizinischer Hypnose und verschiedenen körperpsychotherapeutischen Verfahren. Arbeitsschwerpunkte: Psychotherapie, Psychosomatik, Psychotraumatologie, Verhaltensmedizin, Stressmanagement.