TRADITION UND AUFTRAG

 

Wir sollten herausfinden,
von wem wir reden,
wenn wir ,Ich‘ sagen.

Wolf Büntig

 

Dr. med. Wolf E. Büntig († 14. August 2021)

Im August 2021 verstarb Dr. med. Wolf Büntig, Gründer und bis zu seinem Lebensende Leiter von ZIST, im Kreise seiner Familie in ZIST.

Hier sehen Sie ein kleines Video zum Gedenken an Wolf sowie ein Gedicht Wolfs, das ihm sehr am Herzen gelegen hat. Außerdem haben Sie Einsicht in das Kondolenzbuch.

 

Standing at the sea-shore
I cannot tell
where the river ends and
the ocean begins

And I wonder
What may these waters
connecting source with sea
know of clouds 

Am Meeresufer stehend
Kann ich nicht sagen
Wo der Fluss endet
Und der Ozean beginnt

Und mich nimmt wunder
Was mag wohl dieser Strom
Der Quell mit Meer verbindet
Von Wolken wissen

Wolf Büntig

Kondolenzbuch für Wolf Büntig

 

Ihr Eintrag

 
 
 
 
Wir behalten uns vor, den Eintrag erst nach einer Prüfung zu veröffentlichen.
Raphael Hägele schrieb am 30. August 2021 um 12:29
Ich war überrascht , wie sehr mich doch die Mitteilung von Wolfs Tod berührt hat .Irgendwie ist er für mich unsterblich gewesen mit den Worten die mich immer tief in meiner Seele berührt , manchmal mein Ego schwer getroffen haben. Ich hatte ihn nur in wenigen Kursen kennengelernt. Er hat sich aber immer auch die Zeit genommen ausführlich und persönlich direkt meines schriftlichen Fragen zu beantworten .

Alle diese Sätze von ihm sind mir in Erinnerung geblieben , auch weil ich sie mir, kaum gehört, sofort notiert hatte:

Wolf Büntig Seine Sprüche-Schatzkiste

Verdrängen ist körperliche Arbeit und macht krank.

Fühlen ist in Gegenwart Wahrnehmung und ihr Bedeutung geben.

Wer etwas besonderes werden will ist nur mittelmäßig.

Muster sind Notlösungen vom begrenzten Kinderverstand aus.

Es ist vergebliche Liebesmüh das Schicksal der Eltern zu mindern.

Man (n) nimmt seine männliche Kraft vom Vater ,oder man hat sie nicht .

Es besteht die Chance ,wenn man etwas nicht mehr aushält, sich endlich einzulassen.

Treffsicherheit kommt vom vielen Schießen.

Langeweile ist, wenn man sich nicht darauf einlässt , was gerade ist .

Wir leiden nicht daran was damals passiert ist , sondern an den Mustern, die wir damals gelernt haben.

Was die Person nicht ausdrücken kann muss der Körper durch Krankheit ausdrücken.

Wir werden zu dem wogegen wir kämpfen.

Veränderung ist immer mit Unsicherheit verbunden.

Respekt ist ein Wiederhinschauen .

Narzißmus ist in unseren Reflexionen ersaufen.

Hediwadidadi ist die hätte ich, würde ich, täte ich -Krankheit.

„Hätte“ , „wenn“ und „aber“ bringt nur viel Gelaber.
„Eigentlich“ , „nie“ und „immer“ macht es nur schlimmer.

Sagst du : „Ich liebe dich !“ oder „war ich gut ?“ , danach ?

Sucht ist der vergebliche Versuch ein wesentliches Bedürfnis zu ersetzen .

Mensch lernt nur vom Mensch Mensch sein .

Von wem spreche ich, wenn ich „Ich“ sage ?

Bedrohlich ist Kränkung nur für dein Image .

Der Verstand ist die Hure der Gewohnheit .

Im „mal versuchen“ - Wollen baut sich schon das Scheitern ein .

Ich bin so stark, daß ich Schwäche zeigen kann.

Was ist so schlimm der eigenen Inkompetenz in die Augen zu schauen ?

Erwachsene geben, Kinder nehmen und wollen .

Präsent zu sein heißt auch aufhören mit dem Jammern .
Wer nicht ordentlich essen , trinken und den Beischlaf ausführen kann, hat auf der Kanzel nichts verloren .

Die Entschiedenheit und Gerichtetheit kommt vom Vater oder nie .

Das große Hindernis am unbedingt weiterkommen wollen ist unbedingt weiterkommen wollen , das ist wie am Gras ziehen, damit es schneller wächst .

Ich kann dir dein Schicksal mit Deinen Eltern nicht abnehmen, aber ich kann dir helfen es zu tragen. Wenn Du möchtest bin ich bereit dir beizustehen .

Angstgestörte Systeme dürfen keine Probleme haben , gesunde Systeme können sie sich leisten.

Irrtum sagte der Hahn und stieg von der Henne.

Nur die Mutter gibt es einmal, Frauen gibt es viele.

Das Wichtigste beim Hefeteig ist ihn gehen zu lassen.

Innerer Konflikt ist sich eine Motivation nicht zugestehen.

Ein Mann ist an die Mutter gebunden solange er meint er sei besser wie der Vater.

Lieber Vater sei stark bei meiner Mutter und lass mich stark sein bei meinem Partner.

Wenn Kinder nicht weinen dürfen läuft das Wasser unten raus.

Es macht einsam immer der Beste sin zu wollen.

Es gibt keine frigiden Frauen nur ungeschickte Liebhaber.

Nur wenn eine Bereitschaft da ist an sich selbst zu arbeiten kann ich helfen.

Die Intensität Eures Streites ist vielleicht auch ein Zeichen Eurer Liebe.

Oft hilft ein einfaches „ Es tut mir leid „ .

Wer glaubt Recht zu haben, dem kann man nichts geben.

Bitten ist der Lösungsweg zum Reichtum.

Es muss dem Sünder etwas kosten , aber es darf auch keine Rache sein.

Eigene Inkompetenz schadet der Beziehung.

Solange ich Vorstellungen vom anderen habe liebe ich ihn noch nicht .

Da wo wir nicht hassen dürfen können wir auch nicht lieben, sondern nur verlogen werden.

„Mama , ich hasse Dich !“ „Ja, darfst Du aber spül jetzt trotzdem das Geschirr ab !“

Ich habe Dich mit Mutter / Vater verwechselt und es tut mir leid.

Verlogen ist man sich selbst untreu werden, sich von seiner eigene Wahrheit entfremden .

Werten ist ein ständiges Abgleichen von Ist und Soll .

Aggression ist ein Hin zu was gut tut , Abwehren was schadet, Weggehen was giftig ist.

Auf Unschuld pochen ist Kinderkram . Erwachsene sind schuldfähig.

Jeder Vorwurf an den anderen ist eine Selbst-Entfremdung.

Beziehungen gedeihen nur wenn man den anderen so lassen kann wie er ist.

Ein Held ist im Dienst der unerreichbaren Königin( Mutter )für eine gute Sache unterwegs , aber noch kein Mann, wenn er ein gestörtes Verhältnis zum Vater hat.

Im Paradies läuft alles glatt, auf der Erde gibt es Reibung.

zusammengestellt von Raphael Hägele in Gedenken an Wolf Büntig
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