An diesem Tag lernen Sie die Paar-Kontemplation kennen und nutzen. Viele Partner (m/w/d) verbindet das Interesse an wesentlicher Begegnung – und leider auch den Mangel daran. Die Annahme, es läge an einem zu vollen und reizintensiven Alltag, liegt ebenso nahe wie der Wunsch, gemeinsam zu entspannen und zu Hause nicht nochmals aktiv und aufmerksam für den anderen sein zu müssen. Die Paar-Kontemplation bietet in dieser Gemengelage eine Lösung an. Es ist ein kurzes und heilsames Ritual jenseits von Argumentation und Diskussion. In etwa einer Viertelstunde werden Sie hellhörig, wach, klar und kultivieren sowohl Ihre Autonomie als auch Ihre Fähigkeit zur Selbstvergessenheit.
Die Partner schöpfen aus der Kraft geteilter Stille, die ein, vom Thema unabhängiges Empfinden von Zuhause-Sein ermöglicht. Die Kontemplationen klären, verbinden und lösen; sie führen zu dem zurück, was die meisten Paare ursprünglich zueinander geführt hat: waches, teilnahme- und liebevolles Interesse an der Eigenart des anderen.
Der Tag besteht aus vier zweistündigen Arbeitseinheiten für fünf Paare. Jedes Paar wird einmal von Johannes Feuerbach während seiner Paar-Kontemplation unterstützt. Die Arbeitseinheiten bestehen aus einer kurzen Meditation, der Wahl eines Themas für die gemeinsame Kontemplation, Sharing und gegebenenfalls kurztherapeutischen Interventionen.
Dipl.-Päd. Aus der Lomi-Körperarbeit, der Gestalttherapie, der Kontemplation und dem Tango entwickelte er Beziehung, die man tanzen kann als Selbsterfahrungsmethode für Paare, die er in mehreren europäischen Ländern unterrichtet. In der Ausbildung von Gestalttherapeuten (m/w/d) arbeitet er als Dozent, Lehrtherapeut und Supervisor; in seiner Berliner Praxis mit den Schwerpunkten Paar- und Gruppentherapie und Kontemplation. Er ist von der Europäischen Vereinigung für Psychotherapie (EAP) und der Europäischen Vereinigung für Gestalttherapie (EAGT) akkreditiert.
Veröffentlichungen
(2010): Beziehung, die man tanzen kann: Selbsterfahrung für Paare. In: Musik-, Tanz- und Kunsttherapie. 21. Jg., H. 3, S. 113–122
(2017): Beziehung, die man tanzen kann: Partnerschaft und Tango. In: Ralf Sartori (Hg.): Tango Global Bd. 3 – Tango in Berlin. Allitera: München, S. 122–144
(2019): Das Selbst als Tor und Brücke in den Basisbewegungen des Tango Argentino. In: Musik-, Tanz und Kunsttherapie. 29. Jg., H. 1, S. 29–34
(2022): Beziehung, die man tanzen kann – Gestalttherapeutische Perspektiven. In: Gestalttherapie – Forum für Gestaltperspektiven. 36. Jg, H. 2, S. 95–119
(Die Essays sind als Sonderdruck in ZIST erhältlich.)