Methoden der Selbsterfahrung

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die von Sigmund Freuds Psychoanalyse abgeleitete tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie kann Hilfe Suchenden dabei helfen, in den frühen Beziehungen erworbene Fixierungen in Wahrnehmung, Fühlen, Denken und Handeln in Frage zu stellen, den Widerstand gegen Veränderung als Übertragung der seinerzeit sinnvollen Abwehrreaktionen in die Gegenwart zu erkennen und sich in der heilsamen Beziehung zur Therapeutenperson auf neue, das beschränkte Welt- und Selbstbild erweiternde Erfahrungen einzulassen. 
Mehr Informationen: Deutsche Fachgesellschaft für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie e. V. (DFT), www.dft-online.de

Körperpsychotherapie

Tiefenpsychologisch fundierte Körperpsychotherapie ist – in der Tradition von Wilhelm Reich, Alexander Lowen, Karlfried Graf Dürckheim und Stanley Keleman – Psychoanalyse des Leibes. Der Organismus wird als essentielle Verkörperung des mentalen, emotionalen, sozialen und spirituellen Lebens verstanden. Dabei wird vom körperlich-seelischen Erleben in der Gegenwart ausgegangen. 
Mehr Informationen: Deutsche Gesellschaft für Körperpsychotherapie (DGK), www.koerperpsychotherapie-dgk.de

Gestalttherapie

Die von Fritz und Lore Perls sowie Paul Goodman entwickelte Gestalttherapie steht in der Tradition der humanistischen Verfahren und basiert auf einem ganzheitlichen Weltbild, in dem der Mensch als Einheit von Körper, Seele und Geist, eingebunden in ein soziales und ökologisches Umfeld, betrachtet wird. Die Wurzeln liegen in einer Integration von Psychoanalyse, Gestaltpsychologie, Feldtheorie, Phänomenologie und Existentialismus. Die Methode fördert sowohl die Bewusstheit im Hier und Jetzt als auch Körperlichkeit und Kreativität.
Mehr Informationen: Deutsche Vereinigung für Gestalttherapie e. V. (DVG), www.dvg-gestalt.de

Ericksonsche Hypnotherapie

Die Hypnotherapie nach Milton Erickson nutzt ein vielfältiges Repertoire an Interventionen, um Zugang zu unbewussten Ressourcen zu finden und für eine erfüllende Lebensgestaltung zur Verfügung zu stellen. 
Mehr Informationen: Milton H. Erickson Gesellschaft für Klinische Hypnose e. V., www.meg-hypnose.de

Familienstellen

Unser Leben wird entscheidend mitbestimmt durch die glücklichen oder leidvollen Schicksale unserer Vorfahren. Auch wenn wir von ihnen wenig oder gar nichts wissen, können schwere Schicksale in unserem Familiensystem unser eigenes Leben belasten. Es kann sein, dass wir Leid mittragen, dass wir die Schuld anderer Familienmitglieder übernehmen oder uns zu eigen machen. Mit dem systemisch-phänomenologischen Familienstellen können wir Belastungen aus der Vergangenheit erkennen und Lösungen finden. 
Mehr Informationen: Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS), www.familienaufstellung.org

Lebensintegrationsprozess

Der Lebensintegrationsprozess ist ein neues, 2011 von Dr. Wilfried Nelles entwickeltes Aufstellungsverfahren, in dem es, anders als in der klassischen Aufstellungsarbeit, nicht um die Beziehung zu anderen – Familie, Beziehung, Organisation, System – geht, sondern einzig um die Beziehung zu sich selbst, um die volle Zustimmung zum eigenen Sein und ­– unterstützt durch die dadurch gewonnene Kraft – um die Entfaltung des ureigenen, uns innewohnenden Potentials.
Mehr Information: www.nellesinstitut.de
 

Somatic Experiencing

Somatic Experiencing ist eine von Dr. Peter Levine entwickelte psycho-physiologische Methode zur Bewusstmachung und Überwindung von posttraumatischen Störungen und zur Befreiung der darin gebundenen Lebensenergie. 
Mehr Informationen: Somatic Experiencing Deutschland e. V., www.somatic-experiencing.de

TaKeTiNa

TaKeTiNa Rhythmuspädagogik nach Reinhard Flatischler ist ein musikalischer Gruppenprozess, der auf spielerische Weise zur Wahrnehmung von vertrauter Gebundenheit, möglicher Lösung und neuer Sammlung führt – und darüber hinaus zum unmittelbaren Erleben unserer rhythmischen Natur. 
Mehr Informationen: TaKeTiNa Institut, www.taketina.com

Diamond Approach

Der Diamond Approach ist die von H. A. Almaas vermittelte Lehre und Methode zur Entwicklung von spiritueller Reife und Vollständigkeit der Person. Dieser sehr pragmatische, auf Erfahrung gründende Weg verbindet traditionelles Wissen über die menschliche Essenz und Entfaltung mit zeitgenössischen psychologischen Erkenntnissen. 
Mehr Informationen: Ridhwan School, www.ridhwan.org

Feldenkrais

Die Feldenkrais-Methode ist nach ihrem Begründer, Moshé Feldenkrais, benannt. Ihrem Selbstverständnis nach orientiert sie sich am Prinzip des sogenannten organischen Lernens, eines somatischen Bewegungslernens, und ist damit im Feld der Körpertherapien angesiedelt.
Mehr Informationen: www.feldenkrais.de

Sensory Awareness

geht auf die Pädagogin Charlotte Selver (1901–2003) zurück, die ausgehend von der Arbeit der Gymnastiklehrerin Elsa Gindler (1885–1961) und dem Schweizer Musikpädagogen Heinrich Jacoby (1889–1964) diese achtsame Körperarbeit entwickelte. Selver war Schülerin Gindlers, deren Anliegen es war, die Entfaltung des Menschen über die Körperwahrnehmung zu unterstützen. Selver musste 1938 in die USA emigrieren. Dort nannte sie ihre Arbeit Sensory Awareness und hatte durch ihre Begegnungen mit Fritz Perls, Alan Watts und Erich Fromm sehr starken Einfluss auf das Human Potential Movement (Esalen) und damit auf die Entwicklung humanistischer Therapien. Sensory Awareness bildet bis heute die Grundlage für viele körperbezogene Therapieformen, wie etwa die konzentrative Bewegungstherapie (KBT), die diese Fragestellungen in ein psychotherapeutisches Konzept gossen.

 

MBSR (Mindfulness based stress reduction)

Diese Methode der Stressreduktion durch Achtsamkeit wurde in den 1970er-Jahren von Dr. Jon Kabat-Zinn an der Universitätsklinik in Worcester, Ma (USA), entwickelt. Es ist ein Trainingsprogramm für den Geist und beinhaltet meditative Übungen in Ruhe und Bewegung.
Mehr Informationen: www.mbsr-verband.de
 

Hinweis
Die Beschreibung dieser in unserem Programm häufig angewandten Methoden dient lediglich der kurzen Orientierung. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Fachgesellschaften.