Yoga-Basierte-Traumatherapie (YBT) Practitioner*

Aufbaukurs zum YBT Foundation Training (Modul 2)

Termin:
Fr., 25.10.2024, 18.30 h bis Mo., 28.10.2024, 14.00 h
( frei )
Kursgebühr:
Kursnummer:
241036
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Heilung entsteht in der Pause zwischen Aus- und EinatmungParacelsus

 

Die Yoga-Basierte-Traumatherapie stützt sich auf Forschungsergebnisse aus netzwerkbasierten neurobiologischen Modellen zur posttraumatischen Belastungsstörung, Faszienforschung, körperorientierten Traumaforschung, Polyvagaltheorie (S. Porges) und zu Pranayama. 

In der Therapie bei posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) gibt es einen Bedarf an wirksamen Methoden. Danielle C. Mathersul schreibt 2019, dass trotz der relevanten Wirksamkeit von Trauma-fokussierter Verhaltenstherapie bei PTBS die evidenzbasierten Behandlungen nach wie vor unzureichend sind. Das neue an der Yoga–Basierten–Traumatherapie ist, dass Pranayama die Aufmerksamkeit bei PTBS stabilisiert. Bisher konnte das noch nicht vollständig evidenzbasiert nachgewiesen werden. Einzelne qualitativ gute Studien weisen aber in diese Richtung.

Im viermoduligen Grundkurs YBT-Foundation, der die Voraussetzung für den Aufbaukurs YBT-Practitioner ist, werden die drei Bereiche Pranayama, Pratyahara und Asana erlernt und an sich selbst erfahren. Im Aufbaukurs YBT-Practitioner werden diese Methoden beim Gegenüber eingesetzt.

Die Ziele des Aufbaukurses sind: 
  • Die drei grundlegenden Arbeitsweisen des YBT – Asana, Pranayama und Pratyahara – für sich selbst durchführen und die Wirkungen bewusst reflektieren zu können.
  • Menschen begleiten zu können, während sie im Prozess mit Asana, Pranayama und Pratyahara sind, sodass auch hier ein bewusstes Reflektieren möglich wird.
  • Im Unterschied zum Foundation Training kommt im Practitioner Training die Arbeit mit den Blockaden der pränatalen Entwicklung hinzu. Hochfeinfühlige Faszienarbeit an der Wirbelsäule durch minimale Eigenbewegungen erzeugen einen Zugang zu diesen Erfahrungen.

Hinzu kommen weitere Methoden wie Chakrenarbeit und Arbeit mit Komorbidität wie Somatoforme Belastungsstörung.

Themen und Inhalte der zwei Module:

Modul 1: Schwerpunkt Pranayama Vertiefung
Hier wird Pranayama vertieft, indem die verschiedenen Pranayama-Übungen zeitlich verlängert und motorisch verfeinert werden. Die Erfahrungen, die dadurch entstehen, werden ausführlich besprochen und reflektiert und deren Ergebnisse fließen wiederum in die Übungspraxis ein. Pranayama soll so zu einer vertieften Wirkung kommen und das Nervensystem noch mehr ausbalancieren. Zusätzlich arbeiten wir an der pränatalen Entwicklung.
 
Modul 2: Schwerpunkt Pratyahara Vertiefung
Eine Vertiefung des Pratyaharas liegt in der Erstellung einer körperlichen Landkarte aus der hervorgeht, welche Orte im Körper zu welchen Erfahrungen führen, wenn sie mit Asanas geübt werden. Die Anwendung von Pratyahara wird ausführlicher durchgeführt und individualisiert. Die Gruppe soll zu einem sicheren Ort werden, in dem persönliche Erfahrungen Raum haben und geschützt sind. Zusätzlich arbeiten wir an der pränatalen Entwicklung.
 

Weitere Informationen:

*Anerkennung von Fortbildungspunkten wird beantragt.

Dietmar Mitzinger

Dietmar Mitzinger

Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, leitet als Supervisor seit 25 Jahren eine Lehrpraxis in Neuss. Er war Ausbildungsleiter für Yogalehrer an einem vom BDY anerkannten Yogalehrinstitut. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Naturheilkunde in den Kliniken Essen Mitte der Universität Duisburg-Essen, seit 35 Jahren Dozent für Yogatherapie und Begründer der Yoga-Basierten-Traumatherapie (YBT). Dietmar Mitzinger ist Autor von Yoga in Prävention & Therapie sowie von Der Pranayama-Effekt

Internet: yoga-basierte-traumatherapie.de