Organisation und Bewusstsein

Das Kollektive und das Individuelle: Organisations- und Supervisionsaufstellungen aus der Haltung und Perspektive des Lebensintegrationsprozesses (LIP nach Nelles)

Termin:
Do., 1.3.2018, 18.30 h bis So., 4.3.2018, 14.00 h
( frei )
Kursgebühr:
Kursnummer:
180338
Leitung:
Teilen:

In diesem Workshop geht es um das Verhältnis von kollektivem und individuellem Bewusstsein. Es bildet sich jeden Tag im Leben von Einzelnen in ihrer Organisation ab, etwa in ihrem Team, ihrer Institution oder ihrem Unternehmen. Als Referenz dient das Modell von der Evolution des Bewusstseins in Stufen, wie Wilfried Nelles es eingeführt und im Lebensintegrationsprozess (LIP) eine paradigmatische Form seiner Anwendung entwickelt hat.

Themen

a) Ich und meine Organisation/mein System

  • Ich als Führungskraft – Institutionen, NGOs, Unternehmen
  • Ich und mein Team – Krisen, Traumata und Entwicklungsstufen
  • Ich als Mitarbeiter beziehungsweise Mitarbeiterin – Platz, Möglichkeiten und Grenzen

b) Meine Organisation/mein System und ich

  • Verhältnis zu Kunden, sozialer Umgebung und der eigenen Marke
  • Berufung, Core-Business und die Bewegung des Lebens
  • Das kollektive Bewusstsein meiner Umgebung und mein eigenes Bewusstsein – Hemmungen, Konflikte und Entwicklungen

Wir werden aus der Perspektive des LIP überwiegend mit dem Verfahren der Organisations- und der Supervisionsaufstellung arbeiten, aber auch andere Aufstellungsformate sind möglich. Wir werden sehen und sicher auch entdecken können, welches Potential die noch recht neue Vorgehensweise des LIP angesichts kollektiver Bewusstseinsphänomene in Institutionen, Unternehmen und Teams entfalten kann. Sie geht über die bisher geläufige Praxis der Aufstellungsarbeit mit beruflichen beziehungsweise persönlichen Beziehungssystemen hinaus.

Ein Schwerpunkt liegt darauf, wie abhängige Liebe und geistige (Selbst-)Liebe in kollektiven Zusammenhängen erscheinen. In meinem Beratungsalltag erlebe ich, wie Klienten aus Institutionen und aus der Wirtschaft in der Perspektive des LIP oft eine erstaunliche Erleichterung und Klarheit dem eigenen Berufsfeld und seinen kollektiven Phänomenen gegenüber verspüren, verbunden mit einem kraftvollen Schub in das eigene natürliche Selbst, in ihr natürliches So-Sein. Dies scheint auch zu gelten, wenn eine Organisation selbst, etwa vertreten durch Gründer oder Inhaber, mehr mit sich selbst und ihrem kollektiven Bewusstsein in Kontakt kommt. Auch Organisationen scheinen deutlich zu profitieren, wenn sie sich der inneren Bewegung ihres Lebens anvertrauen.

 
 

Thomas Geßner

Thomas Geßner
geb. 1964 in Halle/Saale, Dipl.-Theologe, Lehrtherapeut für Systemaufstellungen (DGfS), lebt in Berlin. Thomas Geßner war zwanzig Jahre lang evangelischer Pfarrer, bevor er sich beruflich ganz der Aufstellungsarbeit zuwandte. In Aus- und Weiterbildungen, Seminaren und Einzelberatungen verbindet er die Möglichkeiten der phänomenologischen Aufstellungsarbeit mit seinen spirituellen Wurzeln in der Seelsorge. Er ist Gastdozent an verschiedenen Weiterbildungsinstituten und schreibt über die Hintergründe seiner Arbeit.
Buchveröffentlichung:
Wilfried Nelles, Thomas Geßner: Die Sehnsucht des Lebens nach sich selbst; Innenwelt Verlag, Köln 2014
Internet: www.gessner-aufstellungen.de